Genrelle Fragen

Wann ist das beste Alter die Eizellen einzufrieren?

Grundsätzlich gilt – je früher desto besser. Ab 30 nimmt die Qualität der Eizellen merklich ab – ab 35 nochmals signifikanter. Die Eizellen sind in jüngeren Jahren also qualitativ besser und machen damit eine spätere Schwangerschaft wahrscheinlicher. In unserem Blog-Eintrag zu den biologischen Hintergründen haben wir näher erläutert warum das Alter eine so entscheidende Rolle spielt.

Wie viele Eizellen können entnommen werden?

Dies hängt grundsätzlich von vielen individuellen Faktoren ab. Ein großer Einflussfaktor ist aber das Alter der Frau. Bei Frauen bis ca. 30 Jahre können auch bis zu 20 Eizellen in einem Zyklus entnommen werden. Diese Anzahl sinkt mit steigendem Alter. Es wird empfohlen 15-20 Eizellen zu lagern, weshalb weitere Zyklen notwendig sein könnten. Nach der Voruntersuchung kann dein Arzt dir eine erste Einschätzung geben wie viele Eizellen pro Zyklus bei dir entnommen werden können.

Wie viele Eizellen kann ich später nutzen?

Durch das Verfahren der Vitrifizierung (Schockfrieren) und anschließender Kryokonservierung überleben ungefähr 90%-95% der Eizellen. Diese können dann auch für eine künstliche Befruchtung genutzt werden.

Kann ich mit meinen eingefrorenen Eizellen später garantiert schwanger werden?

Nein, daher ist es immer wichtig, dass Du eins im Hinterkopf behältst: Social Freezing macht noch keine Schwangerschaft, auch wenn es Deine Chancen einer späteren Schwangerschaft deutlich erhöht.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit meinen eingefrorenen Eizellen schwanger werde?

Durch Social Freezing besteht, wie auch auf natürlichem Wege, keine Schwangerschaftsgarantie. Eine Studie der Harvard Universität hat gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft bei der Entnahme von 20 reifen Eizellen bei einer Frau unter 35 Jahren bei ca. 90% liegt. Sind es 10 Eizellen liegt die Wahrscheinlichkeit bei 70%. Insbesondere ab einem Entnahmealter von 35 Jahren nehmen diese Wahrscheinlichkeiten zunehmend ab. 10 eingefrorene Oozyten (Eizellen) einer 37 jährigen Frau erreichen nur noch eine 50%ige Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft.

Ist eine natürliche Schwangerschaft besser?

Ja, im Regelfall ist eine natürliche Schwangerschaft vorzuziehen – ist ja irgendwo auch romantischer. Dies funktioniert nur später leider oft nicht mehr und dann kommen die eingefrorenen Eizellen als Plan B zum Einsatz. Diese erhöhen dann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft deutlich.

Wie sicher ist die Behandlung?

Das Einfrieren von Eizellen wird in der Onkologie, also bei Krebspatienten, schon über viele Jahre angewandt - die Prozesse und Forschung sind dadurch stetig verbessert worden. Die Behandlung birgt wie jede andere medizinische Behandlung ebenfalls Nebenwirkungen und Risiken. Dazu findest Du weitere Informationen im gleichnamigen Abschnitt “Nebenwirkungen und Risiken”.

Fragen zur Behandlung

Was passiert bei der Voruntersuchung beim Arzt?

Bevor die Behandlung beginnen kann, wird ein medizinisches Beratungsgespräch und eine gründliche Voruntersuchung durchgeführt. Im Gespräch klärt der Reproduktionsmediziner oder die Reproduktionsmedizinerin Dich über den medizinischen Vorgang und die individuellen Risiken auf. Zur Voruntersuchung gehören normalerweise eine Ultraschalluntersuchung und ein Bluttest.

Solltest Du Dich danach für eine Behandlung entscheiden, werden die folgenden Termine an Deinem Zyklus ausgerichtet und Du erhältst eine individuelle Hormondosierung zur Stimulation der Eierstöcke.


Kostet die Voruntersuchung etwas?

Dies hängt sowohl von Deiner Krankenkasse als auch von Deinem behandelnden Arzt oder Deiner behandelnden Ärztin ab. Gerne klären wir vorab für Dich, welche Kosten bei der Voruntersuchung auf Dich zukommen.

Wie läuft die Stimulationsphase ab?

Nachdem Du das Timing mit Deinem behandelnden Arzt oder Deiner behandelnden Ärzt*In abgesprochen hast, startest Du am 2.-3. Zyklustag die Stimulation der Eierstöcke. Dies wird durch eine individuelle Zusammensetzung von Hormonen durchgeführt, die man sich ganz leicht in Bauch oder Oberschenkel selbst injizieren kann. Die Dosierung und Zusammensetzung hat Dein behandelnder Arzt oder Deine behandelnde Ärztin vorher festgelegt. Während der Stimulation hast Du zwei bis drei Kontrolltermine vor Ort um die Entwicklung der Eizellreifung zu beobachten. Nach ca. 10 Tagen leitest Du dann in Absprache den Eisprung ein – ca. 36 Stunden später ist dann die Entnahme.

Die meisten Frauen vertragen die hormonelle Stimulation gut und können ganz normal ihrem Alltag nachgehen. Nebenwirkungen wie Unwohlsein, Übelkeit oder Bauchspannen sind in manchen Fällen aber möglich.


Welche Hormone werden für die Stimulation genutzt?

In der Regel werden für die Stimulation der Eierstöcke drei Wirkstoffe genutzt:

FSH (Follikel-stimulierendes Hormon):

Dieses Hormon wird genutzt, um die Reifung mehrerer Eizellen in deinen Eierstöcken anzuregen.

GnRH-Antagonist (Gonadotropin-Releasing-Hormon-Antagonist):

Dieses Arzneimittel wird genutzt, um einen vorzeitigen Eisprung zu unterdrücken. So kann sichergestellt werden, dass mehrere Eizellen vollständig ausreifen und im Anschluss auch für eine künstliche Befruchtung nutzbar wären.

hCG (humanes Choriongonadotropin):

Bei ausreichender Follikelgröße (18mm) wird einmalig das hCG-Hormon zur Einleitung des Eisprungs genutzt. Dies findet in der Regel 36 Stunden vor dem Termin zur Eizellentnahme statt.

Dein behandelnder Arzt oder Deine behandelnde Ärztin werden nach der Voruntersuchung eine auf Deinen Körper abgestimmte Dosierung für Dich festlegen.

Reduziert sich durch die Behandlung die Anzahl meiner Eizellen?

Nein, die Anzahl der Follikel (Eibläschen in denen die Eizellen heranreifen) ist bei jeder Frau bei Geburt am höchsten und nimmt ab dann stetig ab. Bei jedem Zyklus versuchen mehrere Follikel Eizellen zu bilden. In der Regel setzt sich hier pro Zyklus nur eine Eizelle durch – die verbleibenden Follikel sterben ab und werden vom Körper abgebaut.

Während der Stimulationsphase reifen mehrere Eizellen pro Zyklus heran. Dabei werden aber nicht mehr Follikel als normalerweise beansprucht.

Wie läuft die Eizellentnahme ab?

Deine Eizellen werden durch eine sogenannte „Follikelpunktion“ unter Ultraschallkontrolle entnommen. Dabei führt man eine dünne Nadel durch die Vagina ein und entzieht den Eibläschen die Eizellen und die Flüssigkeit. Keine Angst: Dieser ambulante Eingriff beim Reproduktionsmediziner oder der Reproduktionsmedizinerin dauert normalerweise nur einige Minuten und Du bist währenddessen im Tiefschlaf.

Wie beeinträchtigt mich die Eizellentnahme?

Am Tag der Entnahme bist Du in der Regel krank geschrieben. In den ersten 24 Stunden nach der Entnahme kann es zu Unterleibsschmerzen ähnlich denen der Periode kommen. In den meisten Fällen kannst Du am Tag nach der Entnahme aber wieder normal arbeiten.

Erfährt mein/e Arbeitgeber*In von der Behandlung?

Nein. Wenn Du das nicht möchtest, kannst Du Deine Krankschreibung generell halten, so dass Dein Arbeitgeber den genauen Grund nicht erfährt.

Wo und wie werden die Eizellen gelagert?

Die reifen Eizellen werden nach der Entnahme erst gründlich untersucht und dann im Bruchteil einer Sekunde schockgefroren.

Nach dem Schockfrieren, der sogenannten Vitrifikation, lagern die Eizellen bei -196° in flüssigen Stickstoff in speziellen Tanks in der Regel vor Ort in der Praxis. Da bei dieser Temperatur keine biologischen Alterungsprozesse mehr auftreten, können die Eizellen theoretisch unendlich lang ohne Qualitätsverluste aufbewahrt werden.

Was mache ich, wenn ich die Eizellen nutzen möchte?

Wenn Du Deine Eizellen nutzen möchtest, kannst Du Dich formlos bei uns melden und wir arrangieren die nächsten Schritte. Je nachdem wie viele Eizellen du gelagert hast, müssen nicht alle auf einmal aufgetaut werden. Sogenannte „Straws“, in denen die kryokonservierten Eizellen lagern, enthalten je nach Aufteilung 3-5 Eizellen. Nach dem Auftauen werden sie künstlich befruchtet und bis zu 3 Embryonen in deine Gebärmutter eingesetzt. Weitere Informationen findest du in unserem Blog Eintrag zum Thema Eingefrorene Eizellen nutzen.

Wann kann ich die Eizellen nutzen?

Wenn Du Dich dafür entscheidest Deine Eizellen zu nutzen, können diese jederzeit wieder aufgetaut werden. Hier kommt es nur auf das Timing mit deinem Zyklus an, da die befruchteten Eizellen zum richtigen Zeitpunkt wieder eingesetzt werden müssen. Unsere Expert*Innen erklären Dir dies gerne im Detail und vereinbaren einen Termin mit Deinem behandelnden Arzt oder Deiner behandelnden Ärztin.

Einzige Ausnahme ist Dein Alter bei der Nutzung der Eizellen. Auch wenn es in Deutschland rechtlich kein maximales Alter gibt, haben sich die meisten Reproduktionsmediziner*Innen auf ein maximales Alter von 50 Jahren für eine künstliche Befruchtung festgelegt. Hintergrund ist, dass eine Schwangerschaft dann oft zu risikoreich für die Mutter wird.

Was ist, wenn ich die Eizellen nicht mehr benötige?

Solltest Du Dich dazu entschließen Deine Eizellen nicht mehr zu benötigen, dann melde Dich gerne jederzeit bei uns. Wir koordinieren im Anschluss mit Deinem behandelnden Arzt oder Deiner behandelnden Ärztin eine fachgerechte Entsorgung und informieren Dich, sobald dies geschehen ist.

Kosten

Kostet die Voruntersuchung etwas?

Dies hängt sowohl von Deiner Krankenkasse als auch von Deinem behandelnden Arzt oder Deiner behandelnden Ärztin ab. Gerne klären wir vorab für Dich, welche Kosten bei der Voruntersuchung auf Dich zukommen.

Wie viel kostet die Behandlung?

Die Kosten für Social Freezing kann man folgendermaßen aufteilen:

Kosten für die Behandlung:

Grundsätzlich kann man für einen Zyklus mit Gesamtkosten von ca. 4.000€ rechnen, abhängig von deinem Arzt, dem Standort und der benötigten Medikamentendosis.

Die Anzahl der benötigten Zyklen hängt von vielen Kriterien ab. Dein Alter ist hier eines der entscheidendsten, denn je jünger du bei der Behandlung bist, desto mehr Eizellen können in einem Zyklus gewonnen werden. Generell wird empfohlen 15-20 Eizellen zu konservieren, was bei Frauen bis unter 30 in einem Zyklus möglich ist. Bei deinem 1. Termin bei deinem Arzt, bekommst du eine Einschätzung wie viele Eizellen bei dir pro Zyklus gewonnen werden können. Bei den FAQs zu Hintergründen und Erfolg ist dies nochmal genauer beschrieben.

Kosten für die Lagerung:

Für die Lagerung der Eizellen werden typischerweise ca. 300 € pro Jahr in Rechnung gestellt.

Unsere Services:

Unsere Leistungen sind für Dich immer kostenfrei.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Social Freezing?

Nein, Social Freezing ist aktuell keine Kassenleistung. Allerdings wird seit 2019 das Medical Freezing, also das Einfrieren der Eizellen wenn ein medizinischer Grund vorliegt, von der Kasse getragen.

Gibt es Finanzierungsmöglichkeiten?

Ja, wenn Du Dich für eine Behandlung mit AVERY entscheidest bieten wir dir Finanzierungsmöglichkeiten an. Falls Du hierzu Rückfragen hast, kontaktiere einfach einen unserer Expert*Innen, die Dich gerne näher informieren.

Risiken und Nebenwirkungen

Gibt es Nebenwirkungen bei der Behandlung?

Die Behandlung ist eine Routinebehandlung mit sehr wenigen Nebenwirkungen. Allerdings gibt es, wie bei jedem medizinischen Eingriff, natürlich auch beim Social Freezing mögliche Nebenwirkungen:

Generelles Unwohlsein:

Da jede Frau individuell auf die Hormonbehandlung reagiert, kann es in manchen Fällen zu Unwohlsein kommen. Dies kann sich durch Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Spannungen an der Brust, Hitzewallungen, o.ä. ausdrücken.

Schwerer/ Voller Bauch / Unterbauchbeschwerden:

Durch das Heranreifen der Eizellen fühlt sich der Bauch gegen Ende der Behandlung oft schwer und voll an. Dies lässt in der Regel nach der Entnahme der Eizellen nach.

Komplikationen bei der Eizellentnahme:

Kleinere Blutungen oder leichte Verletzungen der benachbarten Organe können während der Eizellentnahme in sehr seltenen Fällen vorkommen. Durch die langjährige Erfahrung unserer Partnerärzte und dem standardisierten Ablauf der Behandlung ist die Wahrscheinlichkeit für solche Komplikationen allerdings sehr gering. Sollte es dennoch zu Komplikationen kommen, bist du bei unseren Partnerärzten in den besten Händen.

Überstimulationssyndrom:

In sehr seltenen Fällen kann es während der Stimulationsphase zu einem Überstimulationssyndrom kommen. Auch hierfür ist die Wahrscheinlichkeit durch die langjährige Erfahrung unserer Partnerärzte und dem standardisierten Verfahren sehr gering. Sollte das Syndrom während der Behandlung dennoch auftreten, werden unsere Partnerärzte reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Dein behandelnder Arzt wird dich bei der Voruntersuchung nochmals im Detail über deine individuellen Risiken aufklären.

Beeinflusst das Einfrieren die Qualität der Eizellen?

Nein, die Qualität der Eizellen wird durch das Einfrieren nicht beeinflusst.

Bestehen trotzdem die Risiken einer späten Schwangerschaft?

Ja, denn je höher das Alter der Frau bei der Schwangerschaft, desto größer werden die körperlichen Risiken wie zum Beispiel Bluthochdruck. Aus diesem Grund haben sich die meisten Reproduktionsmediziner*Innen auf ein maximales Alter von 50 Jahren für eine künstliche Befruchtung festgelegt.

Hat das Einfrieren einen Einfluss auf die Gesundheit der Babies?

Laut aktuellem Stand der Forschung hat die Nutzung von vorher eingefrorenen Eizellen bei einer künstlichen Befruchtung keine Auswirkung auf die Gesundheit der Babies.

Na?

Hast Du Fragen?

Dann lass uns einfach mal sprechen. Wir freuen uns schon Dich zu hören!

termin vereinbaren